Zahnkreide – Fragen und Antworten

Warum sollte man Kreide statt Creme zur Zahnpflege benutzen?

Die Verwendung von Cremes und Pasten ist eine relativ neue Erfindung der Kosmetikindustrie; für die Zahnpflege sind sie nicht notwendig. Im Gegenteil verhindern die vielen künstlichen Inhaltsstoffe ein gesundes biologisches Gleichgewicht im Mundraum.

So werden zum Beispiel als Schäumungsmittel Tenside eingesetzt, wie das weitverbreitete Natriumlaurylsulfat (auf Verpackungen oft als Sodiumlaurylsulfat deklariert), das u.a. vom Öko-Test-Magazin als stark hautreizend bewertet wurde. Die amerikanische Gesundheitsbehörde bezeichnet es gar als „primary irritant“, was in in diesem Zusammenhang „entzündungserregend“ bedeutet. Für viele Experten sind diese Stoffe deshalb mitverantwortlich für die immense Zunahme der Zahnfleischschäden in den letzten Jahrzehnten im westlichen Kulturkreis.

Anders Kreide, die sich seit Jahrhunderten als mildes, aber effektives natürliches Zahnpflegemittel bewährt hat. Es ist das Calciumcarbonat, das im Zusammenspiel mit den anderen Inkredenzien nicht nur sanft die Zähne poliert, sondern auch für ein nachhaltig basisches Millieu sorgt – das wiederum den entsprechenden Keimen entgegenwirkt.

Zahnkreide ist deshalb als altes Hausmittel gleichzeitig hypermodern.

Woraus besteht Zahnkreide?

Kreide ist chemisch betrachtet hauptsächlich Calciumcarbonat (CaCO3) – ein feinkörniges weißes Mineral, das auf der Erde in großen Mengen vorkommt - vor allem in Form von Sedimentgesteinen. Das sind Ablagerungsschichten, die sich im Laufe von Jahrmillionen aus den Schalen von frühgeschichtlichen Meeresbewohnern (Foraminiferen und Kokoliten) gebildet haben. Pro Jahr etwa einen halben Millimeter.

Ist Zahnkreide das gleiche wie Kalk, Mamor und die Tafelkreide in der Schule?

Chemisch gesehen und auf den Hauptinhaltststoff Calciumcarbont bezogen, ja. Doch weisen Kalk und Mamor eine andere Körnung und Kristallstrukur auf. Zur Zahnpflege sind sie damit ungeeignet.
Ebenso ungeeignet ist Kreide aus dem Baustoffbereich oder Tafel- bzw. Schulkreide, denn diese enthalten gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe.

Können die Kristalle schädlich für den Zahnschmelz werden?

Nein. Die in unserer Zahnkreide verwendeten typischen Calcitkristallite sind nur etwa 0,3 bis 3 Mikrometer groß und haben eine regelmäßig geformte trigonale Struktur sowie eine poröse Oberfläche.
Der Härtegrad (Mohshärte) von Calcitkristallen beträgt 3 - ein Wert, der für Kristalle relativ niedrig ist. Dementsprechend liegt der RDA-Wert (der die Abrasion angibt) für Calciumcarbonat im Bereich von 40 bis 60. In der Zahnheilkunde gelten Werte unter 60 als Zahnschmelz schonend.

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Wo kommt die Basiskreide her?

Unsere Kreide stammt aus den Abbauregionen der Insel Rügen, sie ist also Made in Germany.
Andere große Kreidevorkommen in Europa befinden an der englischen Kanalküste und in der Gegend um Paris, doch gilt die Kreide aus Rügen als die beste.

Wird die Kreide nach dem Abbau noch bearbeitet?

Ja, nach dem Abbau wird sie mit Wasser gereinigt (aufgeschlämmt) und nach der Trocknung noch einmal pulverisiert, so dass sie besonders fein wird.

Ist Zahnkreide gesundheitlich unbedenklich, wenn man sie verschlucken würde?

Ja. Calcium ist schließlich ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen und Zähne – auch wenn es in dieser Form vom Körper nicht besonders gut aufgenommen werden kann. Allerdings wirkt die Kreide im Magen ähnlich gesundheitsfördernd wie Heilerde, in dem sie Giftstoffe und Schlacken bindet.
Es ist sogar angeraten hin und wieder bzw. nach dem Zähneputzen und vor dem Schlafengehen eine halbe Messerspitze Zahnkreide im Mundraum zu behalten, so dass der Speichel und das Milieu alkalisiert werden.
Nur alkalischer Speichel kann die Zähne optimal remineralisieren; und die Karies- und Parodontosebakterien mögen die leichte Erhöhung des pH-Werts auch nicht.

Außerdem wird Calciumcarbonat ohnehin häufig als Lebensmittelzusatzstoff und -farbstoff verwendet, beispielsweise als Zusatz in Brötchen. Auch in vielen Zahncremes ist es enthalten.

Was ist Xylit?

Xylit, oder auch Xylitol, ist ein sogenannter "Holzzucker", der aus den Fasern einiger Pflanzen (z.B. Mais) und Bäume (z.B. Birken) gewonnen wird. Doch auch in unserer Leber werden beim Abbau der Kohlenhydrate aus der Nahrung täglich ein paar Gramm hergestellt.

Anders als beispielsweise Stevia ist Xylit fast geschmacklos und weist ungefähr die gleiche Süßkraft auf wie der Haushaltszucker Saccharose. Im Gegensatz zu Saccharose wird jedoch die Insulin-Ausschüttung kaum beeinflusst. Xylit ist deshalb auch für Diabetiker geeignet.

Der Clou ist jedoch: Wie Forschung zeigte blockiert Xylit über ein bestimmtes Enzym den Stoffwechsel der Karies- und Parodontal-Bakterien und fördert so aktiv die Zahngesundheit.

Leider ist die industrielle Gewinnung im Vergleich zum Rüben-Zucker relativ aufwändig und somit teuer, so dass Xylit den gesundheitsschädlichen Haushaltszucker in absehbarer Zeit wohl nicht ersetzen wird.

In unserer Zahnkreide sind etwa 5 Prozent enthalten.

Wie lange reichen die 120 Gramm einer Packung?

Das hängt natürlich davon ab, wieviel man mit der Zahnbürste aufnimmt. Bei den meisten Menschen sind es zwischen 0,1 und 0,5 Gramm. Rechnet man mit 0,3 Gramm, reicht eine Tüte also für weit über 300 Zahnputzvorgänge. Zahnkreide bietet damit nicht nur einen gesundheitlichen Vorteil, sondern auch einen ökonomischen.

Wie wird Zahnkreide angewendet?

Man feuchtet die Zahnbürste an (nicht zu nass!) und drückt die Borsten vorsichtig in das Pulver, so dass die gewünschte Menge hängenbleibt. Dann werden damit wie üblich die Zähne geputzt.

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